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Ihr Shop rund um die artgerechte Ernährung des Hundes
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Chaoten-Pali

Eine Liebeserklärung

28.05.2016

So kann es aussehen, wenn man einen kleinen Junghund hat. Mit großem Eifer wurde der Stoffball erst einmal auf Herz und Nieren geprüft und alle „ Innereien“ wurden darauf im ganzen Flur verteilt. Damit sich in die Optik etwas Abwechslung gesellt, wurden auch gleich noch Frauchens Winterstiefel zur Dekoration in den Hintergrund gelegt. Palidie- meine kleine Künstlerin J

 

Wie spannend doch das Leben eines kleinen Hundes im Alter von 6 Monaten ist.  Alles ist so aufregend und muss untersucht, erkundet und getestet werden.

 

Mir geht jeden morgen das Herz auf. Dieser Hund sorgt dafür, dass ich morgens als erstes ein Lächeln im Gesicht habe. Sobald sie merkt das sich wach bin, klettert sie zu mir ins Bett, legt sich in meinen Arm, dreht sich auf den Rücken und dann kommt das täglich Morgenritual... kuscheln, knutschen, kuscheln, knutschen, kraulen...

 

Wenn ich Palis Charakter beschrieben müsste fällt mir zuerst einfach nur das Wort

„witzig“ ein. Sie ist ein sooooo witziger Hund. Irgendwie hat sie Humor. Sie bringt mich jeden Tag zum lachen.

 

Sie ist meine Zaubermaus. Weil sie mir immer ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Egal wie schlecht ich drauf bin, egal ob ich gestresst, müde oder genervt bin... wenn sie kommt geht die Sonne auf.

 

Die „kleinen Reibereien“ die man typischer Weise mit einem heranwachsenden, auf die Pubertät zusteuernden Hund hat schmelzen unter ihrem „ Klimper- Wimper- Blick“ nur so dahin.

 

Im Großen- und Ganzem würde ich sagen. Sie erzieht mich sehr gut J

 

Scherz beiseite.

Ich bin sehr, sehr glücklich mit ihr. Sie macht sich wirklich toll und gibt sich Mühe. Sie will mir gefallen und hört auch wirklich sehr gut. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie meine Gedanken lesen kann.

 

Sensationell finde ich ihre Feinfühligkeit. Unsere ältere Beagledame hat momentan strenge „ Bettruhe“ da sie mit einem leichten Bandscheibenvorfall zu kämpfen hat. Da ist natürlich eine „Tobe- Party mit dem Beagle“ momentan tabu. Ich dacht zuerst es wird bestimmt anstrengend ihr immer wieder zu sagen „ Pali, nicht so stürmisch“- aber sie ist ganz vorsichtig mit unserer Amy. Sie legt sich sogar zu ihr ans Bett und leistet ihr Gesellschaft. Ganz lieb und einfühlsam zeigt sich unsere Kleine.

 

Wie Sie lesen, ich habe ganz viele kleine Herzchen in den Augen.

 

Nach dem Tod meiner Herzens -Hündin Pina im letzten Jahr war ich mir zwischenzeitlich nicht immer so sicher, ob ein neuer Hund momentan in meinen Seelenzustand passt, doch jetzt weiß ich, es war die beste Entscheidung. Auch wenn ich immer noch hin- und wieder um meine Pina weine, so bringt Pali doch wieder so viel neues Licht in mein Leben. Pina bleibt für immer in meinem Herzen, ich werde diese Hündin niemals vergessen und ich werde niemals aufhören sie zu lieben. Der Tod hat uns getrennt aber er kann mir niemals die Liebe nehmen. Aber ich weiß auch das mein Herz groß genug ist... dort passen so viele Hundeseelen hinein. Wenn ich das Glück habe irgendwann eine alte Frau zu werden, dann wird mein Herz voller Pfotenabdrücke sein.

 

Ihre Julia Fiore

 

 

 

Die Leber

 

26.05.2016

Wir Menschen besitzen ebenso wie unsere Hunde eine enorm leistungsfähige Drüse im Körper, die Leber. Genauer gesagt ist sie sogar die größte Drüse die wir im Körper haben und ihre Größe im Verhältnis, hat auch einen Sinn. Die Leber erfüllt nämlich, so schätzen Spezialisten, um die 500 Aufgaben in unserem System.

 

Eine so enorme und starke Leistung kann nur eine gesunde Leber bewältigen. Deswegen möchte ich heute ein paar Zeilen über die Leber (Hepar) schreiben. Wenn wir wissen, was sie so alles kann und leisten muss, werden wir unserer eigenen Leber wesentlich mehr Bewunderung entgegen bringen, als wir es jetzt schon tun. Ich hauche in meinen Seminaren den Organen gerne „ etwas Leben“ ein. Wenn man einem Organ „ ein Gesicht“ gibt, versteht man viel besser ihre Funktionen, Aufgaben und vor allem das Zusammenspiel- die Konservation mit den anderen Organen. Die Leber repräsentiert für mich das Organ der Fülle. Sie hat ihren festen Platz und trotzt dort wirklich sehr, sehr lange den giftigsten Substanzen. Sie ist im gesunden Zustand ruhig, standhaft und so schnell kann sie nichts erschüttern. Wenn man sich Organe als eine Art „Freundeskreis“ vorstellt, ist „Herr Leber“ derjenige in diesem Freundeskreis, der groß, stark und füllig ist. Er ist der Schützer, der über seine beiden kleinen Nierenschwesterchen immer ein behutsames Händchen hält. 

 

 

Wir alle kennen die Aussagen: Lachende Leber, beleidigte Leber... ein Laus über die Leber gelaufen usw.

Und an diesen „Weisheiten“ ist auch etwas wahres dran, denn ebenso wie alle Organe und Systeme im Körper reagiert die Leber auch auf unseren Gemütszustand, bzw. auf den Gemütszustands unseren Hundes. Da Hunde aber eigentlich unsere Spiegel auf 4 Beinen sind, repräsentieren unsere Fellnasen natürlich auch unseren Gemütszustand.

 

Ärger und Enttäuschungen. Diese beiden „Seins -Zustände“ machen die Leber sehr, sehr traurig. Die Leber will immer fröhlich sein, sie arbeitet gerne und viel und hat immer Spaß dabei und gute Laune. Unter einem ärgerlichen Klima mag die Leber nicht wirklich ihren Aufgaben nachgehen. Sie braucht ein fröhliches und unbefangenes- emotionales Klima.

Ein langanhaltender Ärger, ein lange geschluckter Zorn quittiert die Leber nämlich gerne mit Gallensteinen. Somit erinnert uns die Leber immer wieder daran, dass zu einem guten Klima ein "aussprechen, ein loslösen" von Zorn und Wut gehört.

 

Als große „ Chemie Fabrik“ entfernt die Leber Abfallstoffe im Körper. Sie wandelt die Gifte um und sorgt dafür, dass sie aus dem Körper abtransportiert werden. Sie bedient sich hierfür an chemischen Prozessen. Sie nimmt „sinnbildlich gesprochen“ die giftigen Subtanzen, spaltet diese in Bruchstücke auf oder koppelt sie an körpereigene Verbindungen – so wird der größte- und „gefährlichste“ Teil über den Darm ausgeschieden. Wenn zu viele Abfallstoffe im Körper sind und die Leber nicht mehr mit der Arbeit hinterherkommt, lagert sie diese oftmals im Gewebe ab. Sogenannte „ Fettbeulen“- Fettlipome- sind erste Hinweise darauf das wir die Leber bei der Arbeit unterstützen sollten.

 

Die Leber eines Durchschnitts-Hundes hat mit Folgendem zu kämpfen:

  • Giftstoffe/ Umweltbedingt
  • Nahrungsbedingt, minderwertige Nahrung, mit vielen Zusatzstoffen, synthetischen Stoffen, Konservierungsstoffe, E Stoffe
  • Wurmkuren
  • Spot Ons
  • Impfungen
  • Säuren/ Stress
  • Angst
  • Gase aus dem Darm (Blähungen)
  • Energetisches Feld des Halters
  • Jegliche Art von Medikamenten
  • Viren
  • Bakterien
  • Parasiten

 

Wie Sie sehen, die Leber muss ganz schön was wuppen.

Gott sei Dank ist die Leber ein sehr dankbares Organ. Sie verzeiht sehr schnell und kann auch wirklich eignes aushalten. Aber irgendwann kann auch die größte- und stärkste Leber zusammen brechen, auch wenn es in der Regel lange dauert. Deswegen ist es gut die ersten Anzeichen einer Leberschwäche zu kennen. Das auffälligste Merkmal einer Lebererkrankung ist eine Gelb -Färbung. Schauen Sie sich regelmäßig die Augen Ihres Hundes an, erkennen Sie eine leichte oder stärkere Gelbfärbung in den Augen (in der Sclera/ Lederhaut- das Weiße im Auge) sollten Sie recht schnell zum Tierarzt gehen. Auch ein regelmäßiger gelber Kot kann auf eine Lebererkrankung hinweisen.

 

Ebenso kann ein anhaltender Juckreiz ein Anzeichen einer Leber- Galle Erkrankung sein. Der Juckreiz entsteht weil die Ausscheidung der Giftstoffe gestört ist. Die Haut ist das Notfenster- wenn alle Strike

reißen versucht der Körper die Giftstoffe über die Haut auszuscheiden (auch über die Ohren!).

 

Hämatome, also blaue Flecken die einfach auf einmal da sind - ohne das der Hund ein Trauma hatte, können auch Anzeichen sein. Diese Hämatome brauchen ewig bis sie sich zurück bilden. Diese entstehen, wenn die Blutgerinnung gestört ist- auch ein Zeichen für eine Lebererkrankung, da die Leber wichtige Gerinnungsfaktoren für das Blut herstellt.

 

Weißer, lehmfarbiger oder gelber Kot sowie dunkelgelber/ brauner Urin sollten uns ebenfalls veranlassen schnellmöglich eine Tierarzt aufzusuchen.

 

Auch Druckschmerzen, ein nicht- mehr- anfassen- wollen im Bauchbereich/ Rippenbereich kann ein Anzeichen sein.

 

Ödeme/ Wasser Ansammlung/ Stauung  kann ebenfalls eine Begleiterscheinung einer Leberstoffwechselerkrankung sein.

 

Die Leber als Nahrungsmittel

 

Viele Hundehalter haben bedenken dieses Organ in den Futterplan ihres Hundes aufzunehmen. Schließlich ist die Leber ein Entgiftungsorgan. Ja, genau- Sie entgiftet- das heißt sie nimmt Giftstoffe und wandelt diese um und sorgt für einen Abtransport. Sie speichert aber keine Giftstoffe!!! Das wäre ja auch fatal für ein Organ das so viele Aufgaben hat. Aber sie speichert u.a. vor allem Eisen und die fettlöslichen Vitamine. Daher ist die Leber eine „Vitaminbombe“ und sie gehört zum Beutetier dazu und ist vor allem bei allen Raubtieren heiß begehrt.  Ca. 5% der täglichen Futtermenge kann und sollte Leber ausmachen. Wer Angst vor Giftstoffen hat sollte lieber bei Fett und Gewebe aufpassen, denn wenn Giftstoffe abgelagert werden, dann im Gewebe und Fett, nicht aber in der Leber und auch nicht in den Nieren. Natürlich kann auch eine Leber „vergiftet“ sein, wenn z.B. ein leberkrankes Tier geschlachtet wird. Dies wird aber in Deutschland sehr streng kontrolliert auch haben wir eine sogenannte „Wartezeit“ vor der Schlachtung. Das bedeutet das Schlachttiere einen gewissen Zeitraum vor der Schlachtung keine Medikamente mehr bekommen dürfen.

 

Der Leber wird die Farbe gelb zugeschrieben, demnach kann man an der Farbe aller natürlichen Nahrungsmitteln eigentlich schon sehen, was für den Leber Stoffwechsel gut ist. Allem voran der Löwenzahn. Einer der Gründe, warum man bei uns im Napf des Öfteren Löwenzahn vorfindet.

 

Es gibt aber noch viele weitere naturheilkundliche Möglichkeiten um die Leber bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Eine große Reihe an homöopathischen Mitteln haben ebenso einen Bezug zur Leber und zur Galle.

 

Am 10.07. biete ich ein Seminar zum Thema „naturheilkundliche Hausapotheke“ an.

 

Die Leber. Ein so enormes Organ- sie verdient unseren Respekt und unsere Dankbarkeit. Und wer sie verstanden hat wird in Zukunft mehr auf seine eigene und auf die Leber des Hundes achten, denn bei aller Fröhlichkeit, in der heutigen Zeit hat die Leber sehr viel zu tragen.

 

Liebe Grüße

 

Julia Fiore 

 

 

 

           Agility

  „ rum“- „weg“ - 

       „außen“

 

 

23.05.2016

Meine kleine Palidie macht mir so viel Spaß. Sie ist ein tolle Hündin und ich liebe es mir ihr zu arbeiten. Aufgrund ihres Alters sind wir diesbezüglich zwar noch etwas eingeschränkt, aber kleine Agility- Aufbaueinheiten lockern das „trockene“ bei Fuß, Sitz, Platz und Bleib etwas auf.

 

Wir haben weiter an unserem Two On- Two Off gearbeitet und das Ergebnis in einem neuen Video festgehalten. Über das Two On- Two Off hatte ich vor einiger Zeit schon geschrieben- Sie finden den Blogbeitrag unter März 2016.

 

Beim Agility müssen Pali und ich später einen komplett vorgegebenen Parcours in der richtigen Reihenfolge abarbeiten. An jedem Hindernis steht eine Nummer- so ist der ganze Parcours nummeriert. Vor Beginn eines Turnieres haben alle Starter 5 Minuten Zeit den Parcours (ohne Hund) abzugehen.

In diesen 5 Minuten muss man sich...

 

  1. Den Parcours merken
  2. Den optimalen Laufweg des Hundes festlegen (aus der Sicht des Hundes)
  3. Den Parcours in „ Gedanken“ schon einmal ablaufen um herauszufiltern wo man am besten einen „Wechsel“ macht und wie man den Hund führt.

 

Die Sprünge können von vorne oder von hinten abgearbeitet werden, dies legt der Richter fest. So kann es passieren, dass man gerade auf einen Sprung zuläuft- dieser aber vom Hund von hinten gesprungen werden muss. Das bedeutet, dass der Hund „ quasi“ einmal rechts oder links um die Hürde rum muss um diese von hinten zu springen.

 

Wie man den Hund über einen Sprung führt hängt immer vom weiteren, den darauf folgenden Laufweg ab. Laufe ich mit meinem Hund, den ich rechst von mir führe, auf ein Hindernis zu und das darauf folgende Hindernis ist links von mir, muss ich den Hund natürlich so über den Sprung führen, dass er in die richtige Richtung springt, also in meine Richtung. Ich benenne dies mit dem Kommando „ rum“. 

 

 

 

Das Kommando muss rechtzeitig erfolgen damit der Hund sich schon VOR dem Absprung richtig justieren kann.

 

Laufe ich allerdings in der eben erwähnten Konstellation auf eine Hürde zu (ich links- Hund rechts) und der darauf folgende Laufweg geht rechts weiter, muss ich dem Hund natürlich verständlich machen- spring in die andere Richtung, also weg von mir. Dies benenne ich „weg“. 

 

Auch dieses Kommando muss natürlich rechtzeitig erfolgen, damit der Hund sich in diesem Fall nach Rechts ausrichten kann.

 

Laufen wir auf einen Sprung zu- und dieser muss von hinten gesprungen werden, benenne ich dies „außen“.

 

 

Auch dieses Kommando muss natürlich rechtzeitig gegeben werden, damit mir der Hund nicht versehentlich von vorne über den Sprung geht.

 

Wie Sie lesen können ist Agility manchmal gar nicht so einfach. Wenn ein Hund im Agility „Fehler“ macht, dann ist es fast immer die Schuld des Hundeführers, denn manchmal ist es gar nicht so einfach nicht vom Weg abzukommen („Agilityaner“ nennen das „ sich verlaufen“) und dabei auch noch sauber und vor allem rechtzeitig die Kommandos zu geben, die natürlich sitzen müssen. Ebenfalls müssen Körpersprache und die Kommandos übereinstimmen. Hunde bleiben primär Körpersprachler. Es kann also passieren das ich das Kommando „ vor“ (also spring) gebe aber mit dem Körper z.B. schon zum Tunnel zeige... Schwupps ist Hundi im Tunnel... und ja, das passiert wirklich häufig. Vor allem dann, wenn man im Kopf schon das nächste abzuarbeitende Gerät hat. Dann ist quasi die Körpersprache schneller als das gesprochene Wort.

 

Aber gerade das macht Agility so reizvoll. Es wird nie, nie, nie langweilig, weil jeder Parcours einzigartig ist. Die Parcours werden auf jedem Turnier neu gestellt und so erwarten einem auf jedem Turnier auch neue Herausforderungen. Es ist ein abwechslungsreicher Sport, der Körper und Kopfarbeit vereint. Nicht nur für den Hund  J

 

Es macht einfach nur Spaß und ja, man wird süchtig.

 

Voraussetzung aber ist ein gut ausgebildeter Hund. Der Hund muss vor einem Turnier schon einiges können um im Parcours zu bestehen. Er sollte natürlich jedes Gerät kennen und abarbeiten können. Er sollte „führig“ sein und eben die kleinen Kniffe kennen. Wie rum, weg und außen. Ebenso sollte er die Wechsel kennen, über die noch einen separaten Artikel schreiben werde.

 

Sprünge, Slalom, Wippe, hochgestellte A Wand und den Steg kann und werde ich natürlich erst mit meiner Maus trainieren, wenn sie ausgewachsen ist.

 

Ich freue mich schon darauf, aber bis es soweit ist machen wir eben nur „ kleine Vor -Übungen“ sowie Cavaletti Training und Koordinations- Übungen auf dem Balance Kissen.

 

Liebe Grüße

 

Julia Fiore mit Pali 

 

 

 

Update zum Blogbeitrag

„Hundeartige“

 

Wolf entpuppt sich als Goldschakal- Bericht von der OZ- Ostsee- Zeitung:

 

http://www.ostsee-zeitung.de/Vorpommern/Greifswald/Wolf-entpuppt-sich-als-Goldschakal

 

Ich freue mich riesig. Der Goldschakal wurde in Deutschland gesichtet und bestätigt!

Ich wünsche mir, dass der kleine Kerl in Deutschland ein dauerhaftes Zuhause findet und das wird bald noch mehr Goldschakale in unseren heimischen Gefilden vorfinden.

 

Willkommen Goldschakal

 

Der Goldschakal wird für Menschen keine große Gefahr darstellen. Er bekommt ein Gewicht von ca. 7- 15 Kg und ist daher eher wie ein etwas größerer Fuchs einzuordnen auch was das Nahrungsspektrum betrifft. Sie fressen bevorzugt  Nagetiere, Reptilien, Vögel, Insekten und Früchte. In ihrer ursprünglichen Heimat erbeuten sie mit viel Glück neugeborene Antilopen.  Daher wird eventuell in Deutschland auch mal ein Kitz auf ihrem Speiseplan stehen.

 

Ich hoffe, dass diese wunderbaren Tiere hier in Deutschland nicht die nächste Panikwelle auslösen und das Jäger und Gegner nicht gleich wieder „frisches Blut wittern“. 

 

Liebe Grüße

 

Julia Fiore 

Ich koche vor Wut

Was bitte ist mit dem Tierschutz los?

 

18.05.2016

Ich habe in meinem Leben ja schon wirklich viele abstruse Dinge gehört und erlebt, ich dachte schon sehr oft: „Das kann Keiner mehr toppen“ bis dann der Nächste um die Ecke kam...

 

Aber gestern habe ich wieder so einen Moment erlebt, in dem ich dachte: "Das kann doch nicht wahr sein, so etwas kann es doch nicht geben".

 

Ich habe einen wirklich sehr netten, liebenswerten Kunden, der gestern im Shop einkaufen war. Dieser Mann hat einen wunderschönen 8 jährigen Boxer, dem es seit der Umstellung auf Barf sehr, sehr gut geht. Die Halter sind von der Fütterung mehr als überzeugt und machen sogar ein jährliches Checkup beim Tierarzt, inklusive großem Blutbild.

 

Soweit so gut, Hund glücklich, Herrchen glücklich... sollte man meinen... seit einiger Zeit macht sich der Halter auf die Suche nach einem 2. Hund. Er sucht einen Hund aus dem Tierschutz um einer weiteren Boxer- Nase ein schönes Leben zu gestallten.

 

Vorab sei angemerkt:

Jeder Hund der in diese Familie kommt hätte das große Los gezogen. Der Mann arbeitet von Zuhause aus, großer Garten und Hunde- Kompetenz sind definitiv vorhanden. Die Tiere kommen mit in den Urlaub und vor allem ist er ein Mensch, der Hunde wirklich liebt. Er ist also mit Herzblut dabei. Ein Traum- Zuhause für jede Fellnase.

 

Nun hat dieser Hundehalter im Internet eine Organisation gefunden, die Boxer in Not vermitteln und wurde auf der Seite auch fündig. Eine 2 jährige Boxer Hündin sollte es sein. Gesagt, getan, er und seine Frau haben sich ins Auto gesetzt und sind eine größere Strecke gefahren um sich den Hund anzuschauen.

 

Vor Ort allerdings entwickelte sich das Vorhaben in eine Richtung, die mich mehr als wütend macht.

 

Dieser Mann hat diese Boxer Dame nicht bekommen und das nur aus einem Grund:

 

Weil er barft!!!!

 

Vor Ort wurde er gefragt, was er denn füttern würde. Als er mitteilte, das er frisch füttert wurde er quasi wieder vor die Tür gesetzt... mit der Aussage: Boxer kann man nicht Barfen, die werden alle Nierenkrank!!!!

 

Wohl gemerkt, der jetzige Boxer ist 8 Jahre und erfreut sich bester Gesundheit und ich habe etliche Kunden mit Boxer, keiner von ihnen ist Nierenkrank!

 

Mich macht diese Geschichte wütend und traurig zugleich. Da sitzt eine Boxer Maus im Tierheim und muss „ in Haft“ bleiben, obwohl es eine Familie gibt, die diesem Hund den Himmel auf Erden geben würden. Das kann doch nicht wahr sein. Das macht mich sprachlos...

 

In was für einer Welt leben wir denn bitte?  Da sitzt ein Hund, der ein Zuhause braucht und sogar eines bekommen könnte, im Heim und es scheitert an einer artgerechten Ernährung?

 

Ja, haben wir denn noch die 80er Jahre? Auf welchem Stand sind denn bitte diese Leiter des Tierschutzes???

 

Einer anderen guten Bekannten von mir erging es nicht anders. Sie suchte einen Hund und wurde im Tierheim fündig. Eine kleine Mischlingsdame sollte es sein. Auch hier hätte der Hund ein wirklich tolles Leben gehabt. Meine Bekannte hätte den Hund mit zur Arbeit nehmen dürfen (Büro) , er wäre also quasi nie alleine gewesen. Ihr Arbeitsplatz liegt direkt neben einem großen Park, so das die Mittagspausen für den Vierbeiner mit großen Gassirunden kombiniert hätten werden können. Ihre Wohnung befindet sich auch nur 5 Gehminuten von einem weiteren Park entfernt. Meine Bekannte hat einen festen Wohnwagenstellplatz an der Ostsee, wo sie mehrmals im Jahr und an Feiertagen ihren Urlaub verbringt. Auch hier hätte der Hund immer mitgekonnt. Doch auch sie hat den Hund nicht bekommen weil sie keinen Garten hat!!! Nur aus diesem Grund.

 

Ich fasse zusammen:

  • Hund wäre nie allein gewesen, da sie ihn immer zu ihrem festen-und vor allem sicheren Arbeitsplatz hätte mitnehmen können.
  • Auslaufmöglichkeiten mehr als vorhanden (Arbeitsplatz und quasi neben der Wohnung)
  • Gemeinsame Urlaube
  • Hundekompetenz

 

Und es scheiterte an einem Garten!!!

 

Ich frage mich welche Hunde es besser haben, die die zwar einen Garten haben aber 8 Stunden täglich alleine bleiben müssen oder die, die keinen Garten haben dafür aber nicht alleine bleiben müssen. Finden Sie den Fehler.

 

Ähnliche Geschichten erlebe ich des Öfteren. Dann wiederum aber werden Hunde an Familien vermittelt, die dort gar nicht reinpassen, wie z.B. ein Hund der in eine Familie mit 3 kleinen Kindern kommt, obwohl der Hund mit Kleinkindern nicht klarkommt.

Am Ende vom Lied sitzt dieser Hund wieder einmal im Tierheim.

 

Ich frage mich langsam wirklich was in Deutschland mit dem Tierschutz los ist? Wollen die ihre Hunde gar nicht vermitteln? Gibt es für jeden Hund der im Heim sitzt mittlerweile einfach zu viel Geld? Ist das Geschäft „Heimhunde“ mittlerweile zu lukrativ geworden? Ich weiß es nicht und möchte das auch nicht unterstellen, aber ganz ehrlich, solche Gedanken kommen bei so wenig Tierschutz-Kompetenz nun einmal auf.

 

Und noch ein Gedanke drängt sich mir auf: Müssen wir Hundehalter, die sich Gedanken um ihr Tier machen, um Ernährung und Gesundheit, in Zukunft lügen um einen Hund zu bekommen? Müssen wir dem Tierschutz und den Tierärzten etwas vorlügen, nur um nicht beschimpft oder diskriminiert zu werden? Was für ein Kindergarten... und da frage ich mich doch glatt, was ist denn mit all den anderen Hunden, die durch Trockenfutter krank geworden sind? Da war es natürlich nicht und nie, nie, niemals das Trockenfutter, da waren es dann die Gene J

 

Es ist doch so: Geht ein Barfer mit seinem Hund zum Tierarzt (und ja, auch ein gebarfter Hund wird mal krank) dann ist es IMMER das Futter... geht aber ein „Trockenfutter- Hund“ zum Tierarzt ist es nie das Futter. Dann ist es ein Virus, ein Bakterium oder es sind die Gene. Bei einem Barfhund ist es IMMER das Futter. Auch hier: Finden Sie den Fehler.

 

Schade um die Boxer- Maus, sie hätte es wirklich gut gehabt.

 

Traurige  Grüße

 

Julia Fiore

 

Entgiften

 

17.05.2016

In der heutigen Zeit werden wir von toxischen Substanzen gerade zu bombardiert. Umweltgifte, Pestiziden, verschmutze Luft, belastetes Wasser, Zusatzstoffe in der Nahrung und und und... man könnte diese Liste unendlich lange fortführen!

 

 

 

 

Deswegen nehme ich mir heute einmal das Thema Entgiftung vor, denn eine Entgiftungskur ist für Mensch und Hund oftmals ein Segen.

 

Wir haben nicht nur bei den Menschen enorm viele sogenannte Zivilisationskrankheiten, auch unsere Vierbeiner sind diesbezüglich auf dem Vormarsch.

 

Stoffwechselerkrankungen, Immunsystemschwächen, erhöhte Leberwerte, Magen- und Darmprobleme, starker Juckreiz, Hautprobleme und Allergien kündigen eine neue Ära der Erkrankungen unserer heuteigen Zeit an.

 

Der Körper funktioniert wie eine Dominostein- Kette... fällt ein Stein, fallen früher oder später weitere Steine, bis irgendwann alle Steine umgekippt sind. So stehen Immunsystem und Darm, Darm-Magen-Leber, Leber- Bauchspeicheldrüse, Entgiftungsorgane und Haut, sowie Haut und Immunsystem zusammen.  Sie sehen, alle Organe- und Systeme spielen zusammen. Man kann also kein Organ für sich alleine sehen, denn sie alle beeinflussen sich gegensteig. Eigentlich ein perfekter Dialog. Jedes Organ hat etwas zu sagen, jedes System ist verknüpft mir einem anderen System (z.B. Zentrales Nervensystem mit dem Hormonsystem).

 

Dass wir vielen Umweltgiften ausgesetzt sind können wir nicht wirklich ändern. Auch das unsere Nahrung  „ verunreinigt ist“ können wir nur bis zu einem gewissen Grad beeinflussen. Wir können dem „Außen“ kaum etwas entgegensetzen. Wir leben nun einmal in einer Welt wo es nicht um Arterhaltung und Gesundheit geht, sondern um Profit, Macht und Ego.

 

Aber wir können im „Inneren“ bzw. für das Innere etwas tun. Neben körperlicher Fitness und einem glücklichen, erfülltem Leben mit viel Liebe, können wir unseren Zellen mit einer Entgiftungskur helfen.

 

Hunde Entgiften

 

Für uns Menschen ist ein basisches Milieu im Körper das A und O. Deswegen gibt es für uns die Möglichkeit über Basen unserem Körper sehr gut zu helfen. Bei Hunden verhält es sich etwas anders. Als Beutetiergreifer/ Beutetierfresser sind Hunde physiologisch auf ein saureres Milieu ausgelegt. Vereinfacht kann man sagen: Was für uns basisch ist, ist für Hunde alkalisch, was für uns leicht sauer ist, ist für Hunde basisch.  Deswegen bekommen Hunde sehr schnell Magenprobleme wenn man sie „zu basisch“ ernährt oder viele Basen dem Futter zufügt. Eigentlich kann man Hunde (fast) einem Menschen mit der Blutgruppe 0 gleichsetzen. Wer darüber etwas lesen möchte hier ein guter Link: (runter scrollen bis zur Blutgruppe 0.- Seite 8)

 

https://www.paracelsus.de/map/ort78/hausarbeit_wilmeroth.pdf

 

Demnach schwächt eine zu basische Ernährung den Organismus eines Hundes.

 

 

Wie einen Hund Entgiften?

 

Da wir Hunde eben nicht gut über basenreiche Supplemente oder Lebensmittel entgiften können müssen wir bei Hunden anders ansetzen. Wir benötigen also einen „Stoff“ der es schafft die Zellen zu entgiften. 

 

Zeolith

 

Zeolithe sind Vulkangesteine. Durch eine sogenannte „ Aktivierung“ (tribo-mechanisch) wird das Zeolith in so kleine Bestandteile verkleinert, dass es über die Zellmembran in die Zelle selbst gelangen kann. Dort binden es schädliche Stoffwechselprodukte und entgiftet/ entschlackt so die Zellen.

Ich selber entgifte mich 2 bis 3 Mal im Jahr mit Zeolith und kann privat und beruflich nur Positiven darüber berichten. Es kommt bei den Hunden häufig am Anfang zu größeren Kotmengen, was vollkommen normal ist, da Zeolith Giftstoffe bindet und über den Darm abtransportiert.

 

Chlorella

 

Zeolith kombiniere ich gerne mit der Chlorella Alge. Diese einzellige Alge besitzt nämlich die Fähigkeit Schwermetalle an sich zu binden (Was gerade bei Impfungen ein großes Thema ist). Allerdings bindet sie die Schwermetalle nur im Verdauungstrakt, daher ist die Kombi beider Mittel empfehlenswert. Ebenso kann die Chlorella Alge Darmpilze wirksam bekämpfen.

 

Zeolith sollte nicht zusammen mit Medikamenten und auch nicht zusammen mit der Nahrung verabreicht werden, daher empfiehlt es sich diese zeitlich versetzt zu verabreichen.

 

Am Anfang bzw. nach den ersten 1 bis 2 Tagen kann sich eine Entgiftung „ schwächend“ anfühlen.  Auch das muss erwähnt werden. Dies sollte aber spätestens am 5. Tag vorbei sein und Vitalität sollte sich zeigen.

 

Wann Entgiften?

 

Es gibt mehrere Gründe sich zu Entgiften, eventuell auch schon als „ Vorbeuge“, spätestens aber wenn man das Gefühl hat dem Tier geht es nicht so gut. Hunde mit „größeren“ Erkrankungen wie Epilepsie, Herzerkrankungen, Autoimmunerkrankungen usw. sollten generell erst nach Absprache mit einem Tierheilpraktiker oder einem Tierarzt entgiftet werden.

 

Trächtige und laktierende Hunde und Welpen sollte generell NICHT entgiftet werden!

 

Ein eindeutiger Hinweis das es Zeit für eine Entgiftung ist, ist, wenn Ihr Tier bei Wetterumschwung, genauer gesagt von kalt- auf warm Probleme zeigt. Treten gesundheitliche Probleme bei wärmeren Temperaturen auf ist dies nämlich ein Hinweis auf eine starke bakterielle Belastung im Körper, da Bakterien bei einer wärmeren Umgebung aktiver werden.

 

Ebenso ist es Zeit für eine Entgiftung, wenn Ihr Tier über einen längeren Zeitraum Medikamente eingenommen hat wie Antibiotika, Cortison, Wurmkuren- auch die gegen Giardien, Impfungen usw.

 

Bei Hautproblemen kann eine Entgiftung ebenfalls eine Wohltat sein.

 

Die Naturheilkunde bietet uns so viele Möglichkeiten.  Die Natur kennt den Weg...

 

Liebe Grüße

 

Julia Fiore 

Hundeartige

15.05.2016

Heute möchte ich gerne etwas über Hunde und ihre Verwandten schreiben. Dies hat zwar nicht wirklich etwas mit Palidie zu tun, obwohl sie mich momentan optisch an einen Schakal erinnert (zierliche Figur, lange Beine und eine spitze Schnute) dennoch ist dies bestimmt ein Thema das viele Hundehalter interessiert. Vor allem wenn man den Vorfall mit dem Wolf Kurti im Hinterkopf hat.

 

Als absoluter Hunde Fan bin ich natürlich auch von allen Hundeartigen begeistert. Ich glaube es gibt kaum ein Buch oder einen Artikel über Hundeartige das/den ich nicht gelesen habe. Die Familie der Hunde ist wahrscheinlicher größer und vor allem faszinierender als Sie denken. Für mich persönlich gibt es keine anderen Arten, die ich so bewundere wie die Hundeartigen. Nicht nur, dass sie einfach wunderbare Geschöpfe sind, wir können auch so viel über unsere eigenen Haushunde von ihnen lernen.

 

Wussten Sie, dass der Fuchs nicht nur ein hundeartiges Tier ist, sondern sogar zu den Hunden zählt? Dass der Hund vom Wolf abstammt wissen ja eigentlich alle Hundehalter aber wussten Sie das unsere Sofawölfe ganz eng mit Kojoten und Schakalen verwandt sind? Kojoten, Schakale, Füchse und Wölfe gehören zur Familie der Hunde. Genauer gesagt sind sie Hunde! Und sie sind mindestens genauso wundervoll wie unsere Haushunde.

 

In diesem Artikel möchte ich etwas über die Verwandten unserer Haushunde schreiben und vielleicht werden Sie, liebe Leser, genauso in den Bann dieser einzigartigen Wesen gezogen, wie ich.

 

Ich beginne mit etwas Theorie, nämlich mit der Zuordnung der Raubtiere, der Hundeartigen und der Hunde.

 

 

Wissenschaftliche Einteilung

 

Ordnung

Raubtiere / Carnivora

 

Darunter fallen alle Raubtiere der Erde. Die des Landes, des Wassers und die der Lüfte.

Zu der Ordnung der Carnivora gehören nicht nur Fleischfresser sondern auch Allesfresser und einige Pflanzenfresser wie z.B. der Bär als Alles- und der Pandabär als Pflanzenfresser. In dieser Ordnung geht es nicht primär darum WAS diese Arten fressen, sondern WIE sie, nämlich „räuberisch und teilweise im Kampfe“ an ihre Nahrung gelangen.

 

 

Diese Ordnung der Raubtiere spaltet sich noch in sogenannte Unterordnungen auf, nämlich in:

 

-Die Unterordnung der Landraubtiere (Fissipedia)

-Die Unterordnung der Wasserraubtiere (Pinnipedia) 

 

 

 

Aus diesen Unterordnungen kristallisieren sich dann eigene „Überfamilien“ heraus. Hunde und Ihre Verwandten fallen in die Überfamilien der Hundeartigen (Canoidea)

 

Hundeartige:

- Füchse (u.a. Rotfuchs, Eisfuchs, Kapfuchs, Sandfuchs, Löffelhund, Graufuchs)

- Wildhunde (Waldhund, Marderhund, afrikanischer Wildhund, Mähnenwolf, Rothund)

- Schakale (Goldschakal, Schabrakenschakal, Streifenschakal)

- Kojote

- Äthiopischer Wolf

- Wolf

- Dingo

- Haushund

 

 

 

Aus dieser Überfamilie spaltet sich dann noch einmal die Familie der Hunde (Canidae) ab.

 

Hunde:

- Füchse

- Kojoten

- Schakale

- Wölfe

- Haushunde

 

 

Alle Arten der Familie der Hunde könnten theoretisch untereinander Nachkommen zeugen. Dies zeigt die enorm enge genetische Verwandtschaft. Dies passiert in der Regel allerdings selten, da sich ihre Lebensräume nur minimal kreuzen. Die große Ausnahme allerdings bilden die Wölfe und Haushunde, hier passiert eine Verpaarung doch öfter. Und in Nordamerika verpaaren sich des öfteren Kojoten und Haushunde. (Coydogs genannt/ Hybriden aus Kojote und Hund).

 

 

Schabrakenschakal

 

 

Schakale:

Schakale sind mit Abstand meine absoluten Lieblingstiere. In Frankreich bin ich einmal einem Schakal begegnet, seit dem lässt mich die Faszination für diese Tiere nicht mehr los.

 

Der Goldschakal ist in Europa freudiger Weise auf dem Vormarsch. In Österreich ist sein „Ankommen“ bereits bestätigt. Im Internet findet man jedoch auch schon Hinweise auf seine Ankunft in Deutschland. Diese Berichte sind aber meines Wissens noch nicht von offizieller Weise bestätigt. Ich wünsche mir, dass dieses wunderbare Tier auch hier in Deutschland seinen Lebensraum findet und ich hoffe das er mehr „Freunde“ als der Wolf gewinnt.

 

Der Goldschakal hat in der Regel ein Gewicht von 7- 15 kg und eine Schulterhöhe von ca. 40-45 cm. Eine Besonderheit haben diese Tiere, ihre Eckzähne sind enorm scharf und gebogen. Damit können sie selbst sehr „zähne“ Brocken erjagen wie z.B. Echsen. Ihre typische Nahrung sind Vögel und Klein - Säugetiere. Schakale haben sehr lange, zierliche Beine, diese machen sie zu ausdauernden Läufern. In Gebieten, die vom Menschen stark besiedelt sind, sind sie dämmerungsaktiv. In weniger dicht besiedelten Gebieten halten sie sich nicht an einer Tageszeit fest. Ebenso sind sie als Aasfresser tätig, ihre bevorzugte Nahrung bleiben aber Nagetiere und Vögel. Nebenbei fressen sie auch Waldbeeren, Insekten und einige Früchte.

 

Es gibt 3 Schakal- Arten:

- Den Goldschakal

- Den Schabrakenschakal

- Den Streifenschakal.

 

Den Streifenschakal finden wir in Ost- und Westafrika. Den Schabrakenschakal in Ost- und Südafrika und den Goldschakal in Ost- und Südeuropa, in Asien und mittlerweile eben auch in Österreich. Und hoffentlich bald auch in Deutschland. Unwahrscheinlich ist dies nicht, denn langsam breitet er sich Richtung Norden aus.

 

Der Schakal würde für unsere Fauna keinerlei Gefahr darstellen, im Gegenteil. Der Einzige der wohl etwas zu befürchten hätte wäre der Rotfuchs, er bekäme nämlich Nahrungs- Konkurrenz.

 

 

Rotfuchs

 

Der Fuchs:

Der schlaue Fuchs... ein so wunderbares und tolles Tier, das wesentlich mehr Schutz und Respekt verdient hätte, als er bei uns in Deutschland bekommt.

 

Füchse werden in Deutschland stark be/gejagt. Das Argument der Jäger lautet: Eine zu starke Population, die dazu führen würde das unsere Wälder quasi leergefegt werden würden.  

Große, böse Killer- Fressmaschinen diese Füchse J

 

Eine absurde, absolut bekloppte Annahme. Ja, wir haben eine große Fuchs -Population, aber warum? Ganz einfach, weil wir so viele töten und so viel Lebensraum zerstören. Füchse vermehren sich nämlich stärker, wenn ihre Population gefährdet ist. Heißt, je mehr Füchse wir töten, je mehr Füchse werden geboren.  Eine ganz normale natürliche Anpassungsweise einer Art, die überleben will. Dieses Phänomen kennen wir übrigens noch aus Kriegszeiten, die ältere Generation unter Ihnen kann das sicherlich bestätigen- in und nach dem Krieg wurden so viele Kinder gezeugt und geboren wie sonst kaum in einer normalen „ nicht bedrohten“ Gesellschaft.

 

Wie bei dem Schakal ist der Fuchs zu mindestens hier in Deutschland dämmerungsaktiv. In Gebieten wo der Mensch nicht so stark vertreten ist, ist er ebenso auch tagaktiv.

 

Es gibt enorm viele Fuchsarten und diese sind nahezu auf der ganzen Welt vertreten. Von der heißen Wüste bis hin in den eiskalten Norden. Der Fuchs ist ein Opportunist, das heißt er ist enorm anpassungsfähig, wie übrigens alle aus der Familie der Hunde.

 

Füchse sind wunderbare Tiere, sie sind einfach nur kleine Hunde und ich hoffe das der Fuchsschutz in Deutschland bald wieder etwas ernster betrieben wird.

 

 

Kojote

 

Der Kojote

Kojoten sind Hunde, die primär in Nordamerika zu finden sind. Hitze und Kälte machen ihnen wenig aus. Ihr Gewicht reicht von 8 bis 22 kg und sie erreichen eine Schulterhöhe von 45-53 cm.

Sie fressen Hasen, Nagetiere, Insekten, Reptilien, Vögel und Ass und in der Nähe von Menschen auch Abfälle. Der Kojote ist quasi der Rotfuchs von Nordamerika, denn wie bei uns die Füchse geschossen werden, werden dort die Kojoten bejagt. Aber genauso wie bei uns führt dies nicht zu einer niedrigeren Population, sondern das Gegenteil ist der Fall- umso mehr Tiere geschossen werden, umso mehr bekommen sie Nachwuchs.

 

Aber versuchen Sie einmal mit einem Jäger darüber

 „sachlich“ zu reden, eine Unterhaltung mit einem Stück Brot ist wesentlich geistreicher.

 

Die Ammenmärchen, die unseren Geist beeinflussen

 

Rotkäppchen und er böse Wolf. Der Wolf uns die sieben Geißlein, Werwölfe... wir alle kennen diese Geschichten vom bösen Wolf und seinen Verwandten. Mit diesen Märchen erziehen wir schon unsere Kinder in eine bestimmte Richtung, nämlich in die Richtung „böser, böser Wolf“. In Nordamerika ist es übrigens der böse, böse Kojote, der Nachts die Kinder holt und Babys und Hunde frisst...

 

Ebenso wie in Deutschland bestätigen DNA Analysen, dass der allergrößte Teil der Übergriffe vom Wolf (in Amerika vom Kojoten) auf den Menschen oder auf Haushunde eben nicht Wölfe und Kojoten waren, sondern sogenannte Hybriden. Eine Mischung aus Wolf und Hund oder aus Kojoten und Hunden.

 

Wer meine Texte liest weiß, dass ich pro Wolf (Kojote, Schakal und Fuchs) bin. Allerdings kann und möchte ich keinen Menschen bekehren, jeder darf seine Meinung haben. Dennoch wird einfach zu viel pauschalisiert... die meisten plappern doch nur das nach, was sie gehört oder irgendwo gelesen haben und schon wird es ihre Realität. Es fehlt die Sachlichkeit, es fehlen Daten und Zahlen... überall wird gemauschelt und gefälscht, weil immer am Ende der Kette jemand steht der die Hand offen hält oder einen Vorteil aus den Vorurteilen ziehen kann.

 

Natürlich muss man sich gewiss werden, dass Wölfe und Co keine Haushunde sind, das sie Wildtiere sind und bleiben. Ein Wolf ist kein Kuscheltier und kann unter Umständen natürlich gefährlich werden. Genauso wie alle anderen Wildtiere auch, wie ein Hirsch oder ein Wildschwein. Nicht mehr und nicht weniger. Ein Anfüttern eines solchen Tieres ist das Todesurteil für das Tier, wie wir es schon beim Wolf Kurti erlebt haben. Dies sollte allen Wolfsfans gewiss sein.

 

Respekt und Toleranz sollten uns im Zusammenleben mit diesen Tieren begleiten.  Wir sollten sie in Ruhe lassen, nicht bedrohen, nicht fangen, nicht anfüttern oder bedrängen. Nur so ist ein „nebeneinander Leben“ auf Dauer möglich.

 

Wölfe und Co streben nicht die Weltherrschaft an. Sie wollen einfach nur leben und in ruhe gelassen werden. Sie haben ein Geburtsrecht auf Leben und vor allem auf Lebensraum.

 

So viele Länder um uns herum schaffen es ebenfalls mit Hundeartigen zu leben, warum können die Deutschen das nicht?

 

Wer sich einmal ausgiebig mit diesen Tieren beschäftigt hat, wird zu dem Entschluss kommen, dass sie keine Bestien sind. Sie sind einfach nur Tiere, wie jedes andere Tier auf dieser Erde auch. Ein Lebewesen das sich verteidigen wird um sich und seine Nachkommen zu schützen. So wie wir Menschen es auch tun würden.

 

Uns trennt gar nicht so viel von einander, eigentlich wollen wir alle nur das Selbe. In ruhe Leben, abgesichert sein und das Leben genießen. Solange wir dies den Tieren verwehren, solange verwehren wir uns dies selber auch.

 

Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandeln.

Mahatma Gandhi

 

Nachdenkliche Grüße

 

Julia Fiore

 

Schönes Fell, warum die richtigen Fette so wichtig sind

 

 

 

14.05.2016

Momentan treffe ich im Shop auf einige Kunden die auf anraten eines Bekannten, eines Züchters oder einer anderweitigen „ fachkundigen“ Person die Empfehlungen bekamen das Futter mit verschiedenen Pflanzenölen anzureichern. Meist wird Raps-, Sonnenblumen- oder Distel Öl empfohlen.

 

Da momentan unsere Fellnasen dabei sind ihre „dicke Daunenjacke“ abzuwerfen befürchten einige Hundehalter, dass ihre Hunde das alleine wohl nicht schaffen werden. Sofort wird von außen versucht das „arme“ Tierchen im Fellwechsel zu unterstützen. Komisch das wir Menschen immer gleich meinen unsere Tiere könnten das nicht alleine schaffen J

 

Fellwechsel, selbst ein starker, ist ein ganz normaler und natürlicher Prozess – Das Erbe des Wolfes sozusagen und das obwohl unsere Haushunde doch schon ewig so eng bei dem Menschen leben und mit ihnen „Bett und Haus“ teilen, also nicht draußen der „rohen Natur“ ausgesetzt sind.

 

Haben Sie schon einmal ein Wildtier, in unserem Fall, einen Wolf im Fellwechsel gesehen? Wenn nicht sollten Sie dies einmal ergoggeln.

 

Im Fellwechsel „schmeißen“ die Wölfe, so wie alle anderen hundeartigen ihr Winterfell ab und zum Vorschein kommt in der Regel ein kürzeres, weniger dichteres Fell.

Und Sie werden es kaum glauben, diese Tiere in der Natur überleben den Fellwechsel... ohne Hilfe vom Menschen... ohne Öle, Nahrungsergänzungen und ohne ihr Fell zu scheren. Wahnsinn... J

 

Was ich mit diesem, etwas leicht sarkastischen Worten eigentlich sagen will ist, dass ein Fellwechsel das normalste von der Welt ist und das wir Menschen nicht gleich in Panik verfallen müssen, wenn unsere Fellnasen mal für ein paar Wochen, rein optisch betrachtet, nicht das schönste Fell haben. Fellwechsel ist KEINE Krankheit!

 

Aber anstatt dem Hund und seiner biologischen Uhr einfach mal zu vertrauen und ihn vielleicht einmal mehr zu bürsten, rennen wir Menschen gleich zum Apotheker- Schrank.

 

Eine Kundin fragte mich, warum ihr Hund denn im Fellwechsel so stark haaren würde, sie gäbe doch schon Lachsöl mit ins Futter...  nun... meine Antwort: Weil er es kann... J

 

Dies hat mich allerdings dazu veranlasst auch mal ein paar Worte über „Fette und Öle“ zu schreiben, denn ich glaube viele Barfer benötigen hier etwas Aufklärung. Ich werde das Ganze aber weniger „wissenschaftlich“ gestallten und die etwas trockene Materie der einfach- und doppel-Verbindungen sowie die Kohlenstoffatome außen vor lassen.

 

Der Einfachheit halber:

 

Es gibt:

-Gesättigte Fettsäuren

und

-ungesättigte Fettsäuren (diese werden nochmal in einfach- und mehrfach ungesättigten unterschieden)

Chemisch gesehen hat das Ganze einfach nur etwas mit verschiedenen „Verbindungsstellen“ zu tun.

 

Wichtig zu wissen ist das Fette die in flüssiger Form zu finden sind, (bei Raumtemperatur) also ÖLE, zum größten Teil ungesättigte Fettsäuren sind.

 

Öle können „ranzig“ werden- das bedeutet, dass die ungesättigten Fettsäuren nicht „stabil“ bleiben. 

Dies liegt primär an der „Berührung“ mit Sauerstoff.

 

Vereinfacht gesagt: Je öfter ihr Öl mit Sauerstoff in Berührung kommt, umso schnell „ kippt“ es.

Und dieses „Kippen“ ist nicht unbedenklich, denn dadurch entstehen sogenannte freie Radikale, kleine böse bewaffnete Zwerge, die die Zellen im Körper angreifen und zerstören wollen... diese kleinen Biester spielen z.B. bei Krebs aber auch bei anderen Erkrankungen eine ungemein große Rolle.

 

Beim Lachsöl verhält es zwar ähnlich dennoch ist dieses Öl die wesentlich gesündere Quelle für einen Carnivoren da es im Gegensatz zu pflanzlichen Ölen in einer

„verwertbareren Form“ vorliegt (genannt DHA) und vom Hundeorganismus sofort verwertet werden kann. Pflanzliche Öle müssen im Körper des Hundes erst „umgewandelt“ werden. Man geht davon aus, dass dies generell beim Hund nur sehr eingeschränkt stattfinden kann.

 

Lachsöl sollte ähnlich wie Pflanzenöle behandelt werden, wenig Berührung mit Sauerstoff  und kühl lagern. Lachsöl sollte, je nach Hersteller, innerhalb von 8- 12 Wochen verbraucht werden.

 

Wir merken uns also: Unsere Öle- vor allem die pflanzlichen Öle können schnell ranzig werden und stellen so ein Gesundheitsrisiko dar, deshalb sollten Pflanzenöle IMMER innerhalb von kürzester Zeit verbraucht werden (ca. 3-4 Wochen) und sofort nach dem Öffnen wieder verschlossen und kühl gelagert werden.

Dies gilt, bis auf Kokosöl, für alle pflanzlichen Öle!!!

 

Bei gesättigten Fettsäuren passiert das nicht- diese sind stabil. Da Sie ja nun schon gelesen haben, dass die ungesättigten Fettsäuren in flüssiger Form vorliegen, ist es nur logisch, dass gesättigte Fettsäuren also

in stabiler, NICHT flüssiger Form vorliegen.

 

Gesättigte Fettsäuren kennen wir Barfer unter „tierischem Fett“- wie z.B. Lammfett, Rinderfett, Hühnerfett usw.

 

Eine große Ausnahme ist das Kokosöl, dies besteht fast ausschließlich aus gesättigten Fettsäuren und ist daher sehr lange haltbar.

 

Gesättigte Fettsäuren hatten bzw. haben immer noch einen schlechten Ruf. Man liest heute immer noch  das sie für einen schlechten Cholesterinspiegel verantwortlich sein sollen. Diese Behauptung ist heute aber schon des Öfteren widerrufen worden. Allerdings hält sich diese Gerücht noch sehr hartnäckig unter der Bevölkerung.

 

Warum fuettern wir überhaupt Öle dazu?

 

Der Grund warum wir Barfer das Futter mit Ölen, bevorzug Lachsöl, anreichern hat einen Grund. Sie haben bestimmt schon einmal etwas von Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren gehört. Es gibt Öle die sehr Omega 3 und welche die Omega 6 Fettsäuren „reich“ sind.

 

Omega 6 Fettsäuren wirken in hoher Konzentration stark entzündlich im Körper. Aufgrund der Fütterung unserer Schlachttiere haben wir diesbezüglich leider, leider ein großes Ungleichgewicht dieser Fettsäuren im „Beutetier“.

 

Unsere Schlachttiere werden mit sehr minderwertigen OMEGA 6 Fettsäuren reichen Futter ernährt. Dies spiegelt sich natürlich in der Qualität des Fleisches wieder.  Einer der Gründe warum Fleisch als krankmachend dargestellt wird. Und ja, dies stimmt in Bezug auf die Fettsäuren auch. Würden wir allerdings unsere Schlachttiere besser und vor allem artgerechter ernähren, wuerden sie öfter die Sonne sehen und artgerechter gehalten werden, hätten wir wieder gutes Fleisch, gesundes Fleisch.

 

Damit wir dieses „schlechte“ Verhältnis“ also wieder etwas in die Ordnung rücken, sollten wir Omega 3 reiche Öle zufüttern. Da Lachsöl in einer für den Hund sofort umwandelbarer Form vorliegt und zudem ein Omega 3 reiches Öl ist, ist das Lachsöl eine der besten Alternativen um die Fettsäuren Verhältnisse wieder in die Waage zu bringen.

 

Die meisten pflanzlichen Öle hingegen sind eher Omega 6 lastig - also eher "Entzündungs- wirkende" Öle, vor allem im Organismus eines Hundes.

 

Wenn ich jetzt also das Futter meines Hundes auch noch mit einem Omega 6 Öl anreichere und so oder so schon einen Bestandteil von Fleisch im Napf habe, führe ich noch wesentlich mehr Omega 6 zu. Und genau das Gegenteil wollen wir eigentlich. Mehr Omega 3 weniger Omega 6.

 

Eine Ausnahme bildet allerdings das Leinöl. Dies ist ein Omega 3 reiches Öl. Aufgrund des recht schnellen „kippens“ muss dieses Öl aber nach Anbruch innerhalb von 2-4 Wochen verbraucht werden. Und noch ein Hinweis, bis auf Kokosöl werden fast alle pflanzlichen Öle, wenn sie erhitzt werden toxisch. Bedenken Sie dies bitte wenn Sie das nächste Mal pflanzliche Öle zum anbraten verwenden. Kokosöl wäre hier immer die bessere Alternative, dies kann ohne Bedenken enorm stark erhitzt werden.

 

Wir füttern also beim Barfen ein Omega 3 Öl um den Omega 3/6 Haushalt wieder auf ein gesundes Level zu bringen. Wir füttern aber diese Öle nicht als primären Energielieferanten.

 

Omega 6 Öle:

Rapsöl, Sonnenblumenöl, Distelöl ,Nachtkerzenöl, Maiskeimöl und Nussöle.

 

Omega 3 Öle:

Lachsöl und Leinöl.

 

 

 

Tierische Fette als Energielieferant

Da die meisten Barfer eben barfen, weil sie keinen großen Anteil an Kohlenhydraten im Futter haben möchten müssen wir dennoch schauen was wir als Energiequelle dem Hund im Napf reichen.

 

In der Natur bedient sich der Beutegreifer jeher an Fett als Energielieferant. Tierisches Fett- also gesättigte Fettsäuren. 

 

Dieses Fett ersetzt beim Barfen den Anteil an Kohlenhydraten. Wer dauerhaft zu fettarm füttert riskiert die Gesundheit seines Hundes. Und genau diese Fettsäuren sind es übrigens, die ein tolles Fell und eine gute Haut machen. Je nach Aktivität des Hundes sollte der Fettanteil im Futter zwischen 15- 25% liegen.

 

Und nein, man kann diesen Bedarf nicht über ungesättigte Fettsäuren (Öle) ausreichend zuführen.

 

Ich hoffe ich konnte etwas Licht ins Dunkle bringen und nun wissen Sie

warum und weshalb Fette wichtig sind.

 

Alles Liebe

 

Julia Fiore 

Palidie „bei Fuß“ !

 

09.05.2016

In der letzten Zeit habe ich das „Fußgehen“ ein klein wenig vernachlässigt, deshalb habe ich jetzt wieder angefangen dies ausgiebiger zu üben.

 

Fußgehen ist wirklich Fleißarbeit und erfordert enorm viel Geduld und Ausdauer.

 

 

Da vor allem junge Hunde schnell das Interesse daran verlieren ist es wesentlich sinnvoller mehrmals täglich nur ganz kleine Einheiten von ein paar Minuten zu trainieren als einmal über einen längeren Zeitraum.

 

Gerade bei der Fußarbeit ist es wichtig immer wieder dran zu bleiben und sich über ganz kleine Schritte und Teilerfolge zu freuen.

 

Bei Palidie klappt das „an“gehen noch nicht so gut, sie geht erst 1-2 Schritte und „klebt“ erst dann am Bein. Sie sollte allerdings vom ersten Schritt an am Bein "kleben". Daran muss ich noch dringend mit ihr arbeiten.

 

Wie man auf dem Video gut sehen kann ist die Umwelt noch sehr interessant. Ein Vogel, ein raschelnder Busch oder unser Kater der im Hintergrund über das Grundstück läuft.

 

Junge Hunde müssen erst einmal lernen sich länger zu konzentrieren, daher wirklich immer nur ein paar Minuten trainieren und dann darf der Junghund wieder Junghund sein und toben und spielen.

 

Ich benötige eine gute Fußarbeit für die BH Prüfung, die ich im Frühling nächsten Jahres absolvieren werde/ muss.

Ohne eine bestandene Prüfung bekommen wir keine Zulassung für Agility Turniere.

 

Ich werde berichten wie es mit der Fußarbeit bei uns weiter läuft.

 

Julia Fiore 

 

 

Palidie und das Beutetier

 

Protokoll am 01.05.= Zahnung erfolgreich abgeschlossen!

 

07.05.2016

Palidie hat es geschafft, alle neuen Zähne sind nun da. Alle Zähne sind sauber und gerade gewachsen und nun strahlen schneeweiße Zähne aus ihrer kleinen Collie- Schnute. Man merkt dies auch sofort an ihrem Fressverhalten. Endlich kann sie wieder alles packen, halten und ab schlucken. Zwischenzeitlich hatte sie wirklich Probleme beim Fressen und konnte selbst kleine Brocken nicht gut festhalten, sie sind ihr beim Fressen immer wieder in den Napf zurück gefallen. So musste ich für ein paar Tage das Futter in einer Kuechenmaschine ganz fein pürieren. Aber jetzt, gute 14 Tage später hat sie es geschafft- Alle Zähne sind da und nun kann unsere Maus wieder nach Herzenslust schlemmen.

 

Daher gab es gestern das erste Beutetier am Stück: Ein Rebhuhn. Zugegeben, ein kleines Rebhuhn mit gerade mal 430g Gewicht, aber immerhin ein ganzes Beutetier nur für Palidie.

 

Im Garten angekommen stürzte sie sich quasi auf ihr Frühstück und hat alles ganz brav und artig aufgegessen. Da es ja ihre erste „größere Mahlzeit am Stück war“ wusste ich natürlich noch nicht wie es so mit der Verdauung läuft- aber sie hat "es" ohne Probleme „weggesteckt“- Verdauung super, Kot super- Frauchen glücklich.

 

Der Hundehalter an sich ist ja eine sehr gewöhnungsbedürftige Spezies, denn kaum eine menschliche Art kann sich so über guten Kot freuen, wie der Hundehalter. J

 

Für mich bedeutet es jetzt endlich auch "auf Wiedersehen" gewolften Knochen und „Hallo“ -Knochen im Ganzen. Natürlich IMMER mit ganz viel Fleisch drum- und dran. Das ist sehr wichtig und Knochen müssen immer roh gegeben werden und dürfen NIE als blanke Knochen gefüttert werden. Man kann Knochen immer gerne als Vorspeise oder Nachtisch reichen oder aber zusammen mit den anderen Nahrungskomponenten

(Fleisch, Innereien und Co) geben.

 

Hunde, die Trockenfutter bekommen sollten generell keine Knochen bekommen!!!

 

Der Magen des Hundes benötigt eine einwandfreie und starke Magensäure um Knochen zu verdauen.  Dies erreicht man wenn genügend Fleisch mit verfüttert wird.

 

Kranke Hunde sollten ebenfalls keine Knochen am Stück bekommen- Hunde die generell Probleme mit der Knochen Fütterung haben sollten ersatzhalber lieber  Knochenmehl oder gewolfte Knochen bekommen.

 

Knochenkot, also zu harten Kot, verhindert man wenn man zur Knochen Fütterung einen gescheiten Anteil an Innereien mit verfüttert.

 

Innereien machen den Kot eher weich, Knochen den Kot eher hart- füttert man Beides hat man ein gutes Mittelmaß der Dinge.

 

Warum am Stück?

Was ist denn eigentlich der Vorteil eines „ ganzen Beutetieres“? Dies werden sich wohl einige Leser fragen und die Antwort lässt sich ganz einfach in der Verdauungs- Physiologie des Hundes finden.

 

Stellen Sie sich den Magen des Hundes wie einen extrem faltigen Gymnastikball vor. Außerhalb der Fütterung und der Verdauung ist der Magen des Hundes wie ein Gymnastikball ohne Luft. Er fällt also quasi in sich zusammen. Erst wenn Nahrung in den Magen kommt- kommt „Luft in den Gymnastikball „ und er dehnt sich. Der Magen des Hundes ist enorm dehnbar- ein kleiner Wink vom Wolf sozusagen.

Der Wolf frisst in der Natur natürlich wesentlich mehr an Masse als unsere Sofawölfe mit ihrer durchschnittlichen Futtermenge von ca. 500g. Ein Wolf frisst mehrere Kilos auf einmal, teilweise bis zu 15 kg. Sie kennen bestimmt alle die Bilder von trägen Wölfen die es sich zum ausruhen und verdauen zusammen gemütlich gemacht haben und im Schutz des Waldes zusammen vor sich hin chillen. Da Wölfe nicht täglich fressen ist es also wichtig das sie viel Nahrung auf einmal zu sich nehmen, so kann der Wolf auch Tage, teilweise Wochen ohne weitere Beute auskommen und zerrt von seine Reserven.

 

Natürlich muss so ein Magen enorm dehnbar sein.

 

Da wir unsere Haushunde nicht so füttern wie ein Wolf wird es sie also nicht mehr sonderlich überraschen, dass wir Hundehalter ständig das Gefühl haben, unsere Hunde hungern den ganzen Tag, selbst nach dem Fressen. Das liegt daran, dass sie im Verhältnis zum Magen eher kleine Portionen bekommen.

 

Wenn sich der Gymnastikball voll ausdehnt, werden von/ in der Magenwand kleine Drüsen aktiviert. Diese Drüsen bilden wichtige Verdauungsfaktoren. Man kann also auch sagen: Nur ein voller Magen macht auch satt.

 

Da der Durchschnitts- Hundehalter 2x täglich füttert kommt der Magen des Hundes also nie auch nur ansatzweise an das Gefühl „ satt“ heran.

 

Der Vorteil eines ganzen Beutetieres liegt also daran den Magen mit mehr Masse zu füllen. Und zwar mit einer Masse, die am Stück ist damit der Magen gut was zu tun hat. Umso kleiner die Nahrungsbestandteile sind, umso weniger hat der Magen was zu tun. Ein Beutetier am Stück liefert also eine von der Fläche betrachtet, große Nahrungsmasse, die zersetzt werden muss. Ordentlich Arbeit für den Magen und seine Sekrete und Drüsen, Pepsine und Belegzellen.

 

Natürlich können die wenigsten ihren Hund so füttern wie sich ein Wolf ernähren würde. 15 Kg Fleisch gefolgt von tagelangen fasten. Und das müssen sie auch nicht.

 

Ich als Hundesportlerin könnte dies dauerhaft auf gar keinen Fall, aber ich kann meinen Hunden ab und an dieses Vergnügen gönnen.

 

Liebe Leser, bitte folgern Sie jetzt nicht daraus, dass Sie Ihren Hund von jetzt auf gleich mit einer großen Portion verwöhnen. Der Magen des Hundes muss darauf hin trainiert werden. Es kann durchaus gefährlich werden, wenn Sie von jetzt- auf gleich  so füttern!

 

Dennoch bin ich eine Verfechterin von 1x am Tag füttern, aus dem Grund heraus, dass ein Hund mit einer Portion am Tag wesentlich mehr Sättigung erlangt als mit 2 oder gar 3 Portionen am Tag. Sollten Sie dies auch erreichen wollen, fangen Sie langsam an auf „einmal täglich“ umzustellen, in dem Sie täglich ca. 30-50g mehr auf eine einzige Mahlzeit draufschlagen.

 

Ein Beispiel soll dies verdeutlichen

 

Hund X bekommt 500g Futter am Tag verteilt auf 2x 250g (morgens und abends)

 

Sie füttern nun morgens nicht mehr 250g sondern 220g und abends 280g

 

Das halten Sie so ca. 3 Tage bei, dann gehen Sie auf 190g morgens und abends 310g abends, dies wieder mehrere Tage so beibehalten und so nähern sie sich nach und nach dem einmaligen Füttern.  Also immer nur ein paar Gramm von einer Mahlzeit abnehmen und auf die 2. Mahlzeit draufschlagen und dies aber über Wochen verteilt.

 

Eine ganz wichtiges Kriterium aber ist: Wenn es geht, füttern Sie nicht immer zu selben Uhrzeit... das hat einen ganz entscheidenden Grund: Ihr Hund gewöhnt sich sonst an einen Verdauungs- Zyklus. So kann es Ihnen passieren, dass Ihr Tier schon, voller Erwartung auf seine Nahrung, Magensäure produziert bevor das Futter kommt. Das Resultat ist ein sogenanntes Nüchtern-Erbrechen und/ oder eine Übersäuerung.

 

Ich füttere einmal täglich (ausgenommen Welpen und Junghunde) und zwar immer zu ganz unterschiedlichen Zeiten. Mal morgens, mal mittags mal abends, mal nachmittags.

 

Welpen und Junghunde brauchen natürlich mehrere Mahlzeiten am Tag aber auch diese kann man zu unterschieldeichen Zeiten geben. So bekam Palidie 3x täglich, aber nie immer zur selben Uhrzeit. Ab sofort bekommt sie nur noch 2x täglich, dafür aber halt größere Mengen und eben zu ganz unterschiedlichen Uhrzeiten.

 

Es hat auch noch einen Vorteil, wenn man nicht immer zur gleichen Stunde das Futter bereitstellt. Sie sind in Ihrem Tagesrhythmus flexibler. Sollte Sie es einen Tag mal nicht schaffen um Punkt X zu füttern, passiert kein Drama und  der Hund jammert nicht das ganze Wohnhaus zusammen.

 

Hunde kommen mit diesen unterschiedlichen Uhrzeiten sehr gut klar. Ihre Verdauungsphysiologie ist darauf ausgerichtet. Schließlich läuft auch nicht jeden Tag um 18 Uhr der Hase vorbei.

 

Natürlich spielt auch das Thema Magendrehung hier eine Rolle.  Es gibt bis heute keine genauen Angaben, was nun wirklich genau eine Magendrehung auslöst. Fakt aber ist, dass eine Magendrehung genauso häufig in Ruhephasen und mit leeren Magen passieren sowie mit vollem Magen und beim Bewegen.

Ich persönlich glaube, dass zu einer Magendrehung mehrere Faktoren gehören. Ein untrainierter Magen, falsche Fütterung (Gase), ein zu starkes aufquellen der Nahrung (Trockenfutter) , generell Magen- Darm Erkrankungen/ Anfälligkeiten,  Magensäure- Problematiken, generell ein schwacher Bänderapparat, „Fehl“-Züchtungen in Bezug auf den Thorax, Gene usw.

 

Interessanter Weise habe ich noch keine Fall von Magendrehungen bei wildlebenden hundeartigen gehört oder gelesen. (Ich lasse mich gerne eines besser belehren.)

 

Ich möchte dennoch betonen, dass ich nicht zu den Hundehaltern gehöre, die ihre eigene Art und Weise Hunde zu halten, zu füttern oder zu erziehen, als das non plus Ultra bezeichnen. In der Hundeszene laufen zu viele Menschen herum die der Meinung sind, nur so wie sie es tun ist es richtig. Ich gebe in meinen Artikeln nur meine ganz eigenen Erfahrungen und meine Beobachtungen wieder, für die ich logische Schlussfolgerungen gefunden haben. Das bedeutet aber nicht, dass all das für alle Hunde richtig sein muss.

 

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Wege nach Rom führen. Es gibt immer mehrere Ansätze und Möglichkeiten und jede von ihnen hat ihre Daseinsberechtigung. Wichtig ist doch das Ihre Hunde gesund sind. Wenn es Ihrem Hund gut geht, er fit und agil ist, ein schönes Fell hat, nicht auffällig riecht, eine gute Verdauung hat und keine weiteren Auffälligkeiten zeigt, na dann scheinen Sie doch alles richtig zu machen.

 

Hauptsache gesund und glücklich.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende, genießen Sie die Sonne und grüßen Sie ihre Fellnase von mir.

 

Julia Fiore

 

Willkommen Pubertät

 

02.05.2016

Ich habe ja zu Beginn meines Blogs mitgeteilt, dass ich Sie liebe Kunden und Hundehalter an Palidies Entwicklung teilhaben lassen möchte. Und dazu gehört für mich auch einmal die Dinge zu erwähnen, die noch nicht so reibungslos verlaufen wie man sich diese gerne wünschen würde. 

 

Viele Kunden sprechen mich im Shop auf meine Beiträge an und sind sehr angetan von dem was und wie ich schreibe. Allerdings hört sich das „Gelesene“ oft nach Sommer- Sonne- Sonnenschein an. Ich möchte aber auch gerne einmal drüber schreiben, dass es auch bei uns Momente gibt wo ich als Hundehalter an meine Grenzen komme. Das gehört genauso dazu, wie all die schönen Dinge die man mit einem Junghund erlebt.

 

 

Ich möchte damit eigentlich nur aufzeigen, dass es normal und absolut Ok ist, wenn man auch mal an Grenzen stößt. Ein Junghund kann nun mal eben auch anstrengend sein, auch das ist normal und gehört dazu.

 

Bei Pali klopft die Pubertät an. Sie guckt jetzt schon das ein- oder andere Mal wie weit sie denn gehen kann und wo ihr Grenzen gesetzt werden.

 

Man muss verstehen, das dieses ein normales Junghundeverhalten ist und absolut wertfrei interpretiert werden sollte.

 

Junge Hunde testen sich nun einmal aus- das gehört dazu und als Hundehalter muss man ab und an einfach einen längeren Atem haben und dazu gehört natürlich Geduld.

 

Unser kleines Fräulein schaut zur Zeit auch was sie denn alles so aussitzen könnte.

Wenn wir z.B. vom Hundeplatz gehen meint Palidie das sie entscheidet wann Ende ist. Sie setzt sich dann in die Mitte des Platzes und wartet. Frei nach dem Motto: „Geht ihr mal schon, ich bleibe noch etwas und komme dann irgendwann später nach“.

 

Sie zeigt mir also ganz klar: Och nö Frauchen, es ist noch nicht Schluss, ich bleibe noch. Natürlich muss ich hier konsequent sein und sie einfach holen, was ich auch tue und was auch schon gute Früchte trägt. 

 

Ich stiefle also wieder über den Hundeplatz zu ihr, leine sie an oder trage sie. Das sind Momente wo man sich emotional total zurück nehmen muss. Ich mach das kommentarlos und versuche mich in meiner langsam aufsteigenden Wut, schließlich hat man nun doch schon 20 Mal gerufen, zu beherrschen.  Fräulein schaut mich dann wieder mit ihrem „Klimper- Wimper –Blick“ an und alle Wut ist vergessen. Ja, so erzieht sie mich ganz gut.

 

Das Thema Schuhe ist für Frauen an sich ja schon ein sehr ernst zunehmendes Thema und auch hier wurden Opfer gefordert. Palidie steht auf Schuhe- eine echte Dame eben. Auf Schuhen rum kauen ist anscheinend das Größte. Alternativen wurden dankend abgelehnt, was soll man auch mit einer blöden Kauwurzel, wenn es doch so wunderbare verlockende Schuhe gibt. Kann man ja als Frau dann doch nachvollziehen. Also wurden alte Schuhe aussortiert. Alle für den Hund.

 

Auch beim apportieren macht sie nach wie vor ab- und an ihre Ehrenrunde bevor sie mir den Ball zurück bringt. Hier muss ich einfach nochmal den Radius verkleinern.

 

Leinenführigkeit könnte im Großen- und Ganzen auch besser sein...

 

Sie sehen also, auch bei uns gibt es ganz typische Junghunde „ Probleme“- doch woran liegt das?

 

Ganz klare Antwort: An mir!!!

 

Palidie macht aus ihrer Sicht nichts falsch, sie tut einfach das, was die Natur ihr mitgeben hat. Lernen durch Erfolg und Irrtum. Was Erfolg bringt wird natürlich weiter verfolgt, eine ganz normale Lern- Erfolgs- Abspeicherung eines Jungtieres. Sie macht nichts falsch und deshalb wäre es von mir mehr als unfair sie dafür zu tadeln. Ich muss konsequenter werden und einfach mehr üben. Woher soll sie es denn auch besser wissen? Sie ist ein Hundekind.

 

Es liegt also wie fast immer am Menschen wenn etwas nicht so läuft wie wir es gerne hätten oder uns wünschen.

 

Ich bin ein Mensch, ich bin an emotionale und vor allem an bewertende Gefühle gebunden, so wie es meine Natur will. Palidie ist ein Hund, ebenfalls ein fühlendes, emotionales Wesen, das aber nicht an BEWERTENDE Emotionen gebunden ist. Das ist der große Unterschied. Sie kann nicht denken wie ein Mensch, aber ich kann versuchen zu denken wie ein Hund. Und wenn ich das tue, kann ich fair in der Erziehung sein.

 

Aber ich kann und sollte auch erkennen, dass es meine Fehler sind, nicht ihre. Und genau das fällt unserem menschlichen Ego sehr schwer. Sich einzugestehen, dass ein Hund mit all seinen „ Defiziten“ uns eigentlich nur einen Spiegel vorhält, ist nicht so einfach. Mit der Wahrheit konfrontiert zu werden ist für viele Menschen ebenfalls nicht so einfach. Sich zurück zu nehmen und einfach mal ohne Ego zu schauen, was tue ich da? Wieso tue ich es so und was vermittle ich damit, auch nicht. Dies ist ein sich entwickelnder Prozess- ein Prozess der einen reifen lässt.  Und im Nachhinein und mit Abstand betrachtet ist es gar nicht so schlimm, wie man vorher gedacht hat. Im Gegenteil. Es kann fast witzig sein sich selber zu ertappen.

 

Vielleicht sollten wir uns einfach nicht immer so wichtig nehmen, denn so wichtig wie wir immer tun sind wir gar nicht. Wenn man sich selber mit etwas Abstand betrachtet wird einem klar, dass auch wir irgendwie auf unsere Art und Weise ein Teil des Ganzem sind, nicht mehr und nicht weniger als all die anderen Lebewesen auf unserer wunderschönen Erde. Könnte diese Welt ohne Menschen existieren? Ja, könnte sie, wahrscheinlich sogar sehr gut. Wie wichtig sind wir also für das große Ganze? Ich schätze wir sind weniger essentiell als wir vermuten.

 

Wie wichtig ist es also das Pali vom Hundeplatz kommt wenn ich sie rufe? Wie wichtig ist es also, dass sie meine Schuhe in ruhe lässt und wie wichtig ist ein perfekte Leinenführigkeit? Eigentlich doch gar nicht so wichtig, oder? Und wenn ich das erkannt habe und auch wenn Sie lieber Leser das ebenfalls erkannt haben und alles nicht mehr so wichtig nehmen werden Sie sehen, dass es auf einmal klappt. Einzig und allein weil wir den Druck, unseren Druck aus der Situation genommen haben. Dinge, die man nicht so ernst nimmt, verlieren ihren Schrecken.

 

Im Endeffekt ist es doch nur unser Ego und unsere Angst die wir an dem Verhalten unserer Hunde messen. Ego, weil andere Menschen denken könnten „ach herrje schau mal der Hund hört gar nicht“- und Angst das andere schlecht über unsere Qualitäten und Fähigkeiten denken. Versagungsängste. 

 

Sehen Sie Ihren Hund als Spiegel an. Schauen Sie in den Spiegel und erkennen Sie in dem Spiegel was Sie noch besser machen könnten. Nehmen Sie die Herausforderung an, und erkennen Sie, dass diese Herausforderung weniger wichtig ist als sie erscheint.

 

Fehler zu machen bedeutet Wachstum. Wer keine Fehler macht kann nicht wachsen.

 

Hunde haben uns einiges Voraus, Sie leben im Hier und Jetzt. Das Gestern schert sie nicht mehr und an das Morgen denken sie nicht. Selbst wenn in der Vergangenheit etwas nicht so klappte wie man es gerne gehabt hätte, so kann es doch heute klappen.

 

Ich bewundere Tiere um die Fähigkeit im Augenblick zu leben. Ich glaube auch nicht das irgend ein Tier im Sterbe Prozess denkt, ach hätte ich mal diese oder jenes anders gemacht.

 

Selbst sterbenskranke Hunde leben dennoch im Hier und Jetzt. Sie machen sich keinen Kopf ob sie morgen noch leben. Sie leben einfach bis zu dem Zeitpunkt wo sie nicht mehr können, dann ziehe sie sich zum Sterben zurück. Und das scheint für sie OK zu sein. Ohne hadern und Reue.  Einfach leben, jeden Augenblick genießen und sterben wenn der Zeitpunkt gekommen ist.

 

Was für eine Gnade, finden Sie nicht?

 

Wenn also auch Sie im Zusammenleben mit Ihrem Hund das Gefühl haben das es nicht perfekt läuft, sollten Sie es wie ein Hund sehen. Na und? Dann ist das eben so. Schauen Sie in den Spiegel Ihres Hundes, wertfrei und Sie werden sofort erkennen was Sie ändern können. Können aber nicht müssen. Wenn wir etwas ändern wollen, dann müssen WIR es ändern, nicht der Hund. Der Hund ändert sein Verhalten automatisch und passt sich an, wenn wir uns verändern.

 

Einen Gruß an all die vierbeinigen Spiegel da draußen- ihr macht alle euren Job gut.

 

Liebe Grüße

Julia Fiore mit Palidie, ein Hund von dem ich jetzt schon so viel lernen durfte.

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